Interview mit Andrea von Runzelfüßchen

Autorenfoto_Andrea ZschocherLiebe Andrea, wir haben uns beim Alana Bloggerworkshop kennengelernt und Du betreibst den Blog Runzelfüßchen.

Erzähl uns doch, wie du zu deinem Blog gekommen bist und worum es geht.

Mein Blog heißt „Runzelfüßchen und ich schreibe dort über den Alltag mit Kind. Dabei fokussiere ich mich auf die schönen Seiten am Leben mit Kind, denn wenn ich ganz ehrlich bin: Egal wie anstrengend es manchmal ist: Jeder, wirklich jeder Tag ist doch auch toll. Mit viel Lachen und Leben und Liebe.

Den Blog habe ich begonnen als meine Tochter, die ich Runzelfüßchen nenne, knapp drei Monate alt war. Ich bin Journalistin und in der Elternzeit fehlte mir das Schreiben sehr. Und nun mache ich eben einfach weiter, denn ich erlebe ja jeden Tag neue und spannende Dinge.

Wann nimmst du dir die Zeit zu schreiben? 

Abends oder am Wochenende. Meine Tochter ist gerade erst in den Kindergarten gekommen und neben meiner Arbeit schaffe ich es oft nicht noch auch tagsüber zu bloggen. Da ich meinen Leser_innen aber täglich einen Einblick in unser Leben geben und dabei flexibel bleiben möchte, müssen eben die Wochenenden und Abende herhalten.

Wie hat sich das Leben für dich durch das Runzelfüßchen verändert? 

Alles! Das klingt nach einem riesigen Klischee, aber so ist es. Ich habe vor kurzem darüber gebloggt, das erklärt mein neues Leben mit Kind eigentlich sehr gut.

Ich kann darüber hinaus aber auch sagen, dass mein Blog meine Sicht auf das Leben verändert hat. Weil mein Thema eben die schönen Momente sind, habe ich festgestellt, dass ich auch positiver durchs Leben gehe. Eine tolle Entwicklung, oder?

Was waren bzw. sind für dich die größten Herausforderungen am Muttersein? 

Oh, so einiges. Ich glaube am meisten unterschätzt habe ich diese ständige Verfügbarkeit. Und diesen Wunsch immer für meine Tochter da zu sein. Das ist toll, aber eben auch anstregend. Meine Tätigkeit als freie Journalistin mit einem aufgeweckten Kleinkind in Einklang zu bringen ist auch oft eine Herausforderung. Zum Glück habe ich Auftraggeber, die sich an Kindergeplapper am Telefon nicht stören und verstehen, wenn ich nicht immer erreichbar bin. Die Arbeit erledige ich dann eben abends.

Was empfiehlst du anderen Müttern, die Beruf und Familie vereinbaren möchten? Hast Du einen Tipp? 

Ich bin selbstständig, deswegen habe ich vielleicht eine Sonderstellung. Ich arbeite viel mehr als die Leute vermuten, aber ich mache das eben zu nachtschlafenden Zeiten. Deswegen sehen andere oft nur eine Mutter, die ihr Kind viel zuhause betreut, die viel unterwegs ist und das Runzelfüßchen im Schlepptau hat. Dass ich dazu und nicht nebenbei auch noch Auftraggeber und Deadlines habe, das wird so ja nicht wahrgenommen. 

Für mich funktioniert diese Arbeit rund ums Kind dennoch sehr gut, aber vermutlich auch nicht ewig. Irgendwann will ich schon wieder mehr schlafen oder mal einen freien Abend auf der Couch verbringen.

Ich tue mich immer sehr schwer mit Tipps für andere, weil es eben nicht einen Weg gibt, der zu allen passt. Ich kann nur raten auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Wenn ihr, und dabei schließe ich durchaus auch Väter mit ein, lieber mit euren Kindern zusammen sein wollt, dann schaut, dass sich das irgendwie einrichten lässt. Wenn mehr Menschen diesen Weg gehen, wird es hoffentlich auch leichter, die Familie und den Beruf zu vereinbaren. Auf der anderen Seite: Wenn ihr eine großartige Kinderbetreuung habt und gern Vollzeit arbeiten wollt, dann spricht da genauso wenig dagegen. Auch wenn es schwer ist, folgt eurem Herzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *