Dinge, die ich über die Geburt gern vorher gewusst hätte…

Die Geburt – gerade für Frauen die ihr erstes Kind bekommen, ist das ein unglaublich schwammiger Begriff. Natürlich weiß jeder aufgeklärte Mensch was dabei passiert, dafür gibt es ja den Bio-Unterricht in der Schule. Aber gleichzeitig weiß man es auch wieder nicht, der ganze Vorgang ist irgendwie total nebulös und schwer greifbar. Manche Gerüchte stimmen, manche nicht. Und selbst Fragen helfen manchmal nicht weiter, denn auf vieles kommt man als Erstgebärende gar nicht. Geht es Dir genauso? Dann wird Dich sicher interessieren, was die Mamis aus dem Bekanntenkreis von schwangerinmeinerstadt.de dazu gesagt haben. Wir haben sie gefragt, was sie bei der Geburt am meisten gefreut, überrascht oder geärgert hat und was sie davon gern vorher gewusst hätten. Aber bitte behalte im Kopf: nicht alles tritt bei jeder Gebärenden auf – jede Geburt ist anders, auch Deine wurd es sein!

Sandra: „Ich wusste nicht, dass man sich durchgehend übergeben muss wenn die Wehen richtig losgehen.“
Anmerkung: Diese Übelkeit tritt häufig am Ende der Eröffnungsphase auf, wenn der Muttermund sich fast vollständig geöffnet hat. Die Hebammen, die die Geburt begleiten, finden das nicht eklig. Sie freuen sich meist sogar darüber. Denn dieses Erbrechen ist ein deutliches Zeichen für den Eintritt in die nächste Geburtsphase. Jetzt wird es nicht mehr lange dauern und das Baby ist da.

Annie: „Bei mir wurde die Geburt eingeleitet. Erst habe ich mich gefreut, weil ich dachte, dass ich meine Tochter in ein paar Stunden in den Händen halte. Aber dann hat es noch ganze 3 Tage gedauert, bis sie endlich auf der Welt war!“
Anmerkung: Bei manchen Frauen wird die Geburt ihres Kindes eingeleitet und es geht ganz schnell. Bei anderen zieht sich die Geburt trotz Einleitung lange hin. Oft sind die Wehen nach den ersten Gaben eines Wehencocktails, Zäpfchen, Gels oder auch Wehentropfs nicht stark genug oder verschwinden wieder. Die Geburt einzuleiten bedeutet deshalb meist eben nicht „sofort“. Vielmehr wird damit nur der Beginn des Geburtsvorgangs markiert, der sich noch einige Tage hinziehen kann.

Tanja: „Jeder hat mir vorher gesagt, dass ich schnell alles vergessen werde sobald ich mein Kind in den Händen halte. Aber als ich meinen Sohn nach der Geburt dann das erste Mal im Arm hatte, hab ich eigentlich gar nichts gefühlt. Ich war einfach nur völlig fertig.“
Anmerkung: Gerade wer eine schwere Geburt hinter sich hat, muss sich wegen der Gefühlsleere im ersten Moment nicht schämen. Vergiss nicht, Dein Körper hat die letzten Stunden über Schwerstarbeit geleistet! Außerdem bist Du gerade zum ersten Mal einem ganz neuen Menschen begegnet – ihr müsst Euch erst aneinander gewöhnen. Sei Dir sicher, die Freude über die Geburt Deines Babys stellt sich schon noch ein und die Liebe zu Deinem Kind wächst mit jeder Minute.

Christina: „Ich fand es erschreckend wie mein Mann gelitten hat. Für ihn war das Gefühl ganz schlimm, mich mit den Schmerzen kämpfen zu sehen und nichts dagegen tun zu können.“
Anmerkung: Es ist gar nicht so einfach, einen geliebten Menschen leiden zu sehen. Und genauso empfinden angehende Väter im Kreissaal. Trotzdem oder gerade deswegen solltest Du Dich bei der Geburt Deines Kindes auf Dich konzentrieren und darauf, was für Dich das Beste ist. Denn wenn Du Dich mehr mit Deinem Partner beschäftigst als damit, Euer Baby zur Welt zu bringen, besteht die Gefahr, dass sich die Geburt nur unnötig verlängert oder verkompliziert.

Sina: „Ich hätte gern vorher gewusst, dass mir im Gesicht und am Dekolleté Äderchen platzen wenn ich falsch presse. Ich sah hinterher vielleicht aus!“
Anmerkung: Bei zuviel Druck gibt jedes Gewebe nach – und gerade das im Gesicht und Dekolletee-Bereich ist besonders empfindlich. Wenn es bei Dir soweit ist denk bitte daran: pressen mit geöffnetem Mund und dabei nach Möglichkeit ausatmen – das hast Du bestimmt im Geburtsvorbereitungskurs gelernt. Dann siehst Du hinterher auch aus wie das blühende Leben 😉

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